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1 Jahr = 1 Land Challenge

Ägypten
1.) Der letzte Tag des Präsidenten von Nagib Machfus
2.) Die blaue Aubergine von Miral al-Tahawi
3.) Aischa von Ahdaf Soueif
Australien
1.) Am anderen Ende der Welt von Venero Armanno
Brasilien
1.) Brasilien">Die Tote von Ipanema von Luiz Alfredo
Chile
1.) Die Stadt der wilden Götter von Isabel Allende
2.) Das Mädchen mit der Posaune von Antonio Skármeta
China
1.) Himmelsbegräbnis von Xinran
2.) Die Go-Spielerin von Shan Sa
3.) China Girl von Chun Sue
Dänemark
1.) Vom Glück, ein Briefträger zu sein von Charlotte Weitze
2.) Nachts in Jerusalem von Birgithe Kosovic
Deutschland beendet!
1.) Tannöd von Andrea Maria Schenkel
2.) Das Werk der Teufelin von Andrea Schacht
3.) Engelspapst von Jörg Kastner
4.) Ein fliehendes Pferd von Martin Walser
5.) Lotte in Weimar von Thomas Mann
Finnland
1.) Mag der Sturm kommen von Leena Lander
2.) Der Stand der Sonne von Ranya Paasonen
3.) Canal Grande von Hannu Raittila
4.) Die Giftköchin von Arto Paasilinna
Frankreich beendet!
1.) Das Theorem des Papageis von Denis Guedj
2.) Tod in Bronze von Pierre Magnan
3.) Das Evangelium nach Pilatus von Eric-Emmanuel Schmitt
4.) Theos Reise von Catherine Clément
5.) Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet von Anna Gavalda
Großbritannien beendet!
1.) Fever Pitch by Nick Hornby
2.) Die Versuchungen des Mr. Golightly von Salley Vickers
3.) American Gods by Neil Gaiman
4.) In der Einsamkeit der Hügel von Lillian Beckwith
5.) Die souveräne Leserin von Alan Bennett
Indien
1.) Der weisse Tiger von Aravind Adiga
Iran
1.) Die Reise von Mahmud Doulatabadi
2.) Samira & Samir von Siba Shakib
Irland
1.) Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde
2.) This Is Not a Novel by Jennifer Johnston
Island
1.) Gletschergrab von Arnaldur Indridason
2.) Bevor der Morgen graut von Viktor Arnar Ingolfsson
3.) Möwengelächter von Kristín Marja Baldursdóttir
Israel
1.) Die Queen, ihr Liebhaber und Ich von Yoram Kaniuk
2.) Am Anfang war das Wort von Batya Gur
3.) Liebesleben von Zeruya Shalev
Italien
1.) Geh, wohin dein Herz dich trägt von Susanna Tamaro
2.) Brief an ein nie geborenes Kind von Oriana Fallaci
3.) Seide von Alessandro Baricco
Japan
1.) Der Hauptschlüssel von Masako Togawa
2.) Abendschatten von Uno Chiyo
3.) Mister Aufziehvogel von Haruki Murakami
Kanada beendet!
1.) Rückkehr nach Crow Lake von Mary Lawson
2.) Das Labyrinth der Welt von Ross King
3.) Der ferne Euphrat von Aryeh Lev Stollman
4.) Der weisse Knochen von Barbara Gowdy
5.) Ein Anfang mit Biss von Michelle Rowen
Kolumbien
1.) Chronik eines angekündigten Todes von Gabriel García Márquez
Libanon
1.) Das Ultimatum des Bey von Jusuf Naoum
2.) Nacht der Phantasie von Jusuf Naoum
Litauen
1.) Sara von Icchokas Meras
Marokko
1.) Der große Spiegel von Mohammed Mrabet
2.) Der Schlaf der Sklavin von Mahi Binebine
3.) Wüstenkind von Souad Bahéchar
Mexiko
1.) Das zärtliche Alphabet des Don Júbilo von Laura Esquivel
Neuseeland
1.) Mord vor vollem Haus von Ngaio Marsh
Nigeria
1.) Blauer Hibiskus von Chimamanda Ngozi Adichie
Norwegen
1.) Die Frau im Kühlschrank von Gunnar Staalesen
2.) Das Orangenmädchen von Jostein Gaarder
Österreich
1.) Auferstehung der Toten von Wolf Haas
2.) Die Wand von Marlen Haushofer
Peru
1.) Ein Strand für meine Träume von Sergio Bambaren
Polen
1.) Lehrjahre des Gammelns von Marek Lawrynowicz
2.) Briefe der Liebe von Maria Nurowska
Russland
1.) Der Rest war Schweigen von Alexandra Marinina
2.) Militärmusik von Wladimir Kaminer
3.) Terykyvon Juri Rytcheu
Saudi-Arabien
1.) Die Girls von Riad von Rajaa Alsanea
Schweden
1.) Die Woche mit Sara von Carl Jonas Love Almquist
2.) Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod von Hakan Nesser
Schweiz
1.) Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt
2.) Tote Fische reden nicht von Tom Zürcher
3.) Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier
4.) Catherine von Wattenwyl von Therese Bichsel
Senegalbeendet!
1. Ein so langer Brief von Mariama Ba
2. Der Streik der Bettler von Aminata Sow Fall
3.) Juletane von Myriam Warner-Vieyra
4.) Die Nacht des Baobab von Ken Bugul
5.) Ketala von Fatou Diome
Somalia
1.) Wie eine nackte Nadel von Nuruddin Farah
Spanien
1.) Der Gottes-Spion von Juan Gómez-Jurado
2.) Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen von Francesc Miralles
3.) von Rafael Chirbes
Südafrika
1.)
Roter Staub von Gillian Slovo
Tschechien
1.) Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Milan Kundera
2.) Mich hat man vergessen von Eva Erben
Ukraine
1.) Der Meister und Margarita von Michail Bulgakow
Ungarn
1.) Die Pendragon-Legende von Antal Szerb
2.) Kaddisch für ein nicht geborenes Kind von Imre Kertész
USA beendet!
1.) Ich hörte die Eule, sie rief meinen Namen von Margaret Craven
2.) Total verschossen von Janet Evanovich & Charlotte Hughes
3.) Moon Called by Patricia Briggs
4.) Tiger Eye von Marjorie M. Liu
5.) Das sterbende Tier von Philip Roth






Hier werde ich in loser Folge meine Gedanken über Bücher mitteilen, die ich gerade lese oder die mich besonders berührt haben.

INHALT:

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück von Francois Lelord
Harry Potter and the Half-Blood Prince von J.K. Rowling
Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana von Umberto Eco
The Eyre Affair by Jasper Fforde
To Kill a Mockingbird by Harper Lee
Das Kartengeheimnis von Jostein Gaarder
Die Klavierspielerin von Elfriede Jelinek
Das Kind von Noah von Eric-Emmanuel Schmitt
Pride and Prejudice by Jane Austen
Father Frank von Paul Burke
Digital Fortress von Dan Brown
Jonathan Strange & Mr. Norrel von Susanna Clarke
Der Magier von W. Somerset Maugham
The DaVinci Code von Dan Brown
Elvis, Jesus & Coca-Cola von Kinky Friedman




Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück von Francois Lelord

Hector ist ein französischer Psychiater, der beschliesst, das Geheimnis des Glücks zu finden und dafür eine Weltreise unternimmt. Er findet jedoch auch kein Patentrezept, sondern eher eine ganze Reihe von Glücks- oder Unglücksfaktoren.
Letztendlich wirkt Hector etwas naiv, aber das liegt wohl zum Teil auch am Erzählstil, der an Kinderbücher erinnert, in denen schwierige Begriffe oder Situationen kindgerecht erklärt werden. Da es sich bei Hectors Reise aber nicht um ein Kinderbuch handelt, wird diese Masche sehr schnell zum Ärgernis. Die Umschreibung der USA als Land mit den meisten Psychiatern ist ja noch ganz witzig, aber einen kolumbianischen Drogenbaron als Händler für verbotene Medikamente zu verschleiern grenzt an Hohn. Letztendlich ist es schnell und nett zu lesen, aber sicher kein Augenöffner.




Harry Potter and the Half-Blood Prince by J.K. Rowling

Oh, Harry ist erwachsen geworden! Keine "teenage angst" mehr, er ist sehr gefasst, ich hatte erwartet, ihn noch innerlich zerrissener und wütender als am Anfang von Band 5 zu sehen, statt dessen hat er seine Trauer wohl zur Seite geschoben. Obwohl ich doch glaube, daß Harrys Gefühlsleben etwas zu kurz kam (etwas blass das) war dieser Band insgesamt meineserachtens einer von JK Rowlings besseren Romanen. So gut haben mir nur der Dritte und der erste Band gefallen. Gut geschrieben, immer mit kurzen Hinweisen und auch mit viel Witz dabei. Gerade am Anfang habe ich oft gelacht:
Habt ihr nicht auch förmlich Blair jammern hören: Why is it always me? Aber so richtig für comic relief verantwortlich waren die Weasleys: ob es nun Arthur und Molly mit ihren komischen Fragen oder Ron mit wie immer sehr charmanten Bemerkungen, mitten hinein ins Fettnäpfchen. So auch diesmal: (p97) He woulnd‘t be giving you lessons if he thought you were a goner, wouldn‘t waste his time - he must think you‘re got a chance!" Sehr aufbauend Ron. Aber a propos Ron: habt ihr bemerkt, daß Slughorn Ron auf Seite 454 in Rupert umbenennt?

Aber genug von Komik, auf zu ernsteren Themen: Dumbeldores Tod. Ich kann mir nicht helfen, die ganze Geschichte mit der Suche naoch den Horcruxes und dem Tod kommt mir irgentwie komisch vor, so gestellt, so geplant. Als hätte Dumbledore schon vorher gewusst, was passiert. Aber was könnte D. damit bezweckt haben?
Und Snape, ist er wirklich zur dunklen Seite der Macht übergelaufen? Um was genau hat ihn Dumbledore vor seinem Tode so inständig angefleht? Fragen über Fragen.
Hier ist gleich noch eine: Wer ist RAB? Irgentwelche Ideen? Aber andererseits, wenn D. dies geplant hätte, ist ers dann selber? Der Text: Dann bin ich schon längst tot, könnte ja passen.
Und Draco? Nun, daß er leztendlich nicht den Nerv hatt, jemand zu töten, war abzusehen, und das nicht erst, seit dem er ganz mitgenommen und erledigt auf Slughorns Party erscheint. er schien nie ein Typ mit viel Mut zu sein, eher große Klappe und nix dahinter.




Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana von Umberto Eco

Die Suche nach dem eigenen ICH auf dem Dachboden der Kindheit


Giambattista Boldoni, genannt Yambo, erwacht aus einem Koma und und hat nun ein Problem: er kann sich an keine persönlichen Dinge mehr erinnern, d.h. er kennt den Satz des Phytagoras und das Sterbedatum Napoleons, aber er kennt weder seinen Namen noch erkennt er seine Ehefrau. Sein Kopf ist jedoch randvoll gefüllt mit Bücherwissen und Zitaten.
Er begibt sich auf eine Spurensuche, um sein Leben wiederzufinden.
Das Buch ist lustig, nachdenklich und auch etwas philosophisch. Aber auf jeden Fall alnge nicht so kompliziert geschrieben wie seine anderen Romane!

Besonders Teil 1 (Das Aufwachen) fand ich sehr gut dargestellt, teils auf Grund der Bilder-/Zitatenflut sehr verwirrend, aber das machte ja gerade auch Sinn. Überhaupt ist das ganze Buch durchzogen mit Erinnerungen an Lieder, Bücher und Gedichten. Insbesondere seine Jugend im faschistischen Italien und der 2. Weltkrieg sind so durch die Literatur und Musik zum Anfassen in Wort und Bild dargestellt. Die Texte sind meist zunächst in der Originalsprache abgedruckt, dahinter dann die deutsche Übersetzung. Gerade bei den italienischen Texten habe ich mir oft den Spaß erlaubt, zuerst den italienischen Text zu lesen und versucht, ihn so gut wie möglich zu übersetzen und habe dann erst den deutschen Text gelesen. Mein Fazit: meine Italienischkenntnisse sind miserabel.

Witzig war es teilweise auch, hier eine Bemerkung speziell für bookcrosser:

">> Ich habe viele Bücher- entschuldige, wir haben.<<
>>Hier stehen fünftausend. Und immer gibt es den üblichen Dummkopf, der hereinkommt und sagt: Oh, wie viele Bücher sie Haben! Habe Sie die alle gelesen?<<
>>Und was antworte ich dann?<<
>>Gewöhnlich sagst du: Kein einziges, wieso sollte ich sie sonst hier aufbewahren, behalten Sie vielleicht die Konservendosen, nachdem Sie sie geleert haben? Die fünfzigtausend, die ich schon gelesen habe, habe ich den Gefängnissen und Krankenhäusern gespendet. Und der Dummkopf weiß nicht, ob er's glauben soll.<<"


Man watet am Anfang mit Boldoni im Nebel, macht dann eine Zeitreise in seine Jugend und stöbert dort mit ihm auf dem Dachboden in alten Jugendbüchern und Comics. Ich fand das Buch am Anfang sehr interessant, dann immer spannender, ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht, einmal in der Vergangenheit, aber auch, bekommt er nun sein Gedächtnis wieder oder nicht?

Und das Ende? Nun, ein offenes Ende ist immer ein Reizthema. Ähnlich wie bei Homo Faber will ich einerseits wissen, wie es nun ausgeht, ist er nun tot oder lebt er? Natürlich ist das für die Geschichte nicht mehr wichtig, und das gefällt mir andererseits auch ein bischen. Wie im Leben können wir nicht immer wissen, wie es ausgeht. Es bleibt also immer spannend.
(27.06.05)




The Eyre Affair by Jasper Fforde

“The barriers between reality and fiction are softer than we think;”


Thursday Next – SpecialOps, LiteraTec – a seemingly rather normal girl, but her world is truly alien to me. It’s not so much the concept of time-travel or the different political realities but the weight that is put on literature and art. Youth are not fighting over political values or music but art styles. The question: did Shakespeare truly write his works himself? doesn’t just rally some obscure Oxford professors, but a whole bunch of Bacon-zealots (not the ham sort, dummy). And think about the R3 show – Rocky Horror Picture Show doesn’t even come close.

And now master criminal has stolen the original copy of Jane Eyre. With that, he can influence the story, or destroy it utterly. A race begins to rescue Jane Eyre from the clutches of Hades Acheron. But after that, the ending of Jane Eyre will never be the same again.

Time is in a perpetual state of flux in that world. What was the quotation again? Oh. Yes:
“Time is out of joint.”

Temporal anomalies – no problem. What? Wellington died in the first battle? Let’s change that! So what’s Next on the agenda? Who shot JFK or let’s make Othello see reason? Rescue Violetta from the clutches of TBC? OH, the possibilities! And did someone intervene, so that Lizzy and Darcy could meet again in Derbyshire, I wonder?

Oh and somebody please fax me a Pizza! My fax-no: ….(censored)




To Kill a Mockingbird by Harper Lee

The beliefs of a child, that all is right with this world we live in, are shattered.

Back in the 30s, a small sleepy town in Virginia. A rape, a black suspect, and a trial. Told from the viewpoint of the nine year old daughter of the lawyer, it's a story about prejudices and what is right and wrong. People holding steadfast to their prejudices and twisted senses of honour, even in the light of contrary evidence.

"But there is one way in this country in which all men are created equal - there is one human institution that makes a pauper the equal of a Rockefeller, the stupid man the equal of an Einstein and the ignorant man the equal of any college president. That institution, gentleman is a court.(..) Our courts have their faults, as does any human institution, but in this country our courts are the great levellers, and in our courts all men are created equal." (p.224)

Or so it should have been. Or should I say: it should be? These times are surely over, aren`t they? Aren`t they really? Times and places might change, but do people change?

The book stretches like a long summer day in the South, hot and indolent, but ever so intense.

Read it!
(21.05.05)




Das Kartengeheimnis von Jostein Gaarder

Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren darüber, was es mit diesem Buch auf sich hat. "Was ich gerade gelesen hatte, brachte mich auf so viele Fragen, daß ich gar nicht wußte, an welchem Ende ich mit dem Denken anfangen sollte." (S.125)

Hans-Thomas fährt mit seinem Vater von Norwegen nach Athen, um die Mutter zu suchen. Unterwegs bekommt er auf geheimnisvolle Weise ein kleines Buch zugesteckt, daß ihm die Geschichte eines längst verstorbenen Seemannes erzählt. In dieser Geschichte jedoch entsteht neues Leben aus der Kraft der Phantasie. Ist es Zufall, daß mir diese Geschichte ein wenig wie eine Mischung aus Gullivers Reisen und Alice im Wunderland vorkommt?

"Ich fand es ein Rätsel, wie die Menschen einfach auf der Welt herumwuseln konnten, ohne sich immer wieder die Frage zu stellen, wer sie waren und woher sie kamen. Wie konnte man vor dem Leben auf diesem Planeten einfach die Augen verschließen oder es für selbstverständlich halten?" (S.148)
Ich glaube, Gaarder will den Leser aufmerksam machen für das Wunder des Lebens. Man soll ab und zu über seinen Tellerrand hinausblicken, um erkennen zu können, daß die Welt ein einziges Wunder ist. Aber gleichzeitig klingt auch ein wenig an, daß es ein einsames Geschäft ist, ein Joker zu sein. Einer der nirgends reinpasst und dazugehört, ist ewig fremd und allein. Einer der unbequeme Fragen stellt, ist nicht gerne gesehen am Stammtisch, oder?
(21.03.05)




Die Klavierspielerin von Elfriede Jelinek

Perversion oder Alltäglichkeit? Das ist hier die Frage. - Nun, vielleicht ein bischen von beidem.

Im Staccato bricht eine Bilderflut auf den Leser hinein, daß ich manchmal nicht mehr wusste, was genau passiert ist bzw. ob überhaupt etwas passiert ist und ob ich es eigentlich genau wissen will.
Manchmal wirkten die kurzen Sätze fast sachlich,
dann aber wieder verzerrt sich die Wahrnehmung, eine Tramfahrt wird zum Kriegsschauplatz. (nun ja, manchmal auch nicht soo weit hergeholt)
Ich fand die Sprache ungewohnt, intensiv und eindringlich, die Unterdrückung wurde sehr überzeugend dargestellt. Letztendlich wird es nie eines meiner Lieblingsbücher, aber es ist nicht nur eine Peepshow für Perverse. Wir sehen die Menschen nur von außen, wer weiß, was der Nachbar denkt?

Intessant auch am Rande: gerade am Anfang fand ich viele versteckte Zitate, oftmals auch verfremdet, umgedreht. Und ich frage mich ständig, wie viele habe ich übersehen und überlesen?

Ich habe mal gelesen, daß sich Frau Jelinek von den Deutschen mißverstanden fühlt, da sie ihren Witz nicht verstehen würden. Das kann ich allerdings unterschreiben, denn das Buch ist meiner Ansicht nach vieles, aber bestimmt nicht lustig.
(17.03.05)




Das Kind von Noah von Eric-Emmanuel Schmitt

"Die jüdische Religion besteht auf der Achtung, die christliche auf der Liebe."
Ich bin seapig1 sehr dankbar, daß er mich auf dieses Buch gestoßen hat. Die Geschichte ist so eindrucksvoll aus der Sicht des kleinen Josef geschrieben,ich bin noch ganz gerührt von dieser kleinen Lektüre.
Der siebenjährige Josef wird während der Besatzung Belgiens von Père Bims unter einer neuen Identiät in einem Internat versteckt. Tagsüber muß Josef ein guter Katholik sein, nachts bringt ihm der Pater bei, was es heißt, ein Jude zu sein.

Noch ein paar Stellen, die mir besonders gefallen haben:
"Sosehr ich mich auch bemühte, ich begriff nicht, was der Priester da sagte. Erst war Gott eins, dann war er zwei: der Vater und der Sohn, und manchmal auch drei: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Wer aber war der Heilige Geist? Ein Cousin? Ja, und dann waren es plötzlich vier! (...) Der Pfarrer von Chemlay kam noch mit einer Frau: der Jungfrau Maria. Völlig verwirrt über diese schlagartige Vermehrung der Götter, gab ich das Familienquratett auf...."(s.52)

">>Joseph, du möchtest wissen, welche von den beiden Religionen die wahre ist. Keine von beiden! Keine Religion ist falsch oder wahr, sie bietet den Menschen lediglich eine Lebensform an.<<
>>Aber wie soll ich die Religionen auchten können, wenn sie nicht wahr sind?<<
>>Wenn du nur die Wahrheit achtest, achtest du nicht viel, nicht viel mehr jedenfalls, als daß zwei und zwei vier ist. Davon abgesehen, mißachtest du dann alles Unbestimmte: Gefühle, Regeln, Werte, Entscheidungen, wie auch alles, was Unsicherheit und Schwankungen unterworfen ist. (..) Achtung gebührt nicht dem, was sicher ist, sondern allem, was schlicht und einfach ist.<<" (S.75f)

">>Die jüdische Religion besteht auf der Achtung, die christliche auf der Liebe. Nun aber frage ich mich: Ist Achtung nicht wesentlicher als Liebe? Und nicht auch leichter... Meinen Feind zu lieben, wie Jesus vorschlägt, und ihm die andere Wange hinzuhalten, das finde ich zwar bewundernswert, aber nicht praktizierbar. Vor allem jetzt, in diesen Zeiten. Würdest Du Hitler etwa deine andere Wange hinhalten?"<< (S.98)

(03.03.05)




Pride and Prejudice by Jane Austen

Delightful! I liked it excessively. Such a witty and tasteful romance brings joy to the heart as well as the mind.

This is the tale of two lovers, who must overcome not so much outward difficulties but their own feelings and dispositions to find love in each other.

I can now understand the fascination this book has held for readers for almost two centuries. At first, the style, the wording seems daunting and oldfashioned, but soon the spell of these words has found its target and I found myself in raptures over this novel. I loved reading bits and parts aloud to hear the almost musical flow of words and to fully admire the absurdities of some pompous charakters. A trifle vexing was: -------shire and Lord ----. And sometimes the exact meaning of an expression just escaped me: "The dinner was exceedingly handsome," (p128). I've heard of men being delectable, but food handsome? One wonders of it was just pleasing to look at, but tasted abnominable or bland?
(16.02.05)




Father Frank by Paul Burke

8R1LL14NT - das liest man auf dem Taxinummernschild des Covers - BRILLIANT - daß muß auch für dieses Buch gelten.

Fancis Demerel, Sohn irischer Einwanderer in Londen, beginnt schon sehr früh im LEben an der Existenz Gottes zu zweifeln und die Riten der katholischen Kirche und die Eckpfeiler des Glaubens zu hinterfragen. Um so überraschender ist es, daß ausgerechnet er sich zum Priester weihen läßt.
Aber Frank kam zu seinem Beruf wie viele andere Menschen auch: Nach der Schule keinen Plan, dann das Studium aufgenommen, daß man auch mit mittelmäßigen bis schlechten Noten studieren kann, und schließlich festgestellt, daß man es weitaus schlechter hätte treffen können und daß man sogar gut in seinem Job ist.
Nein, da tue ich ihm unrecht, Father Frank liebt seinen Job. Er hat eine eigene Gemeinde, er kann etwas bewegen, Gutes bewirken, die Leute schauen zu ihm auf. Gut, er geht manchmal unkonventionelle Wege - er fährt Taxi um Spendengelder zu bekommen, er verwandelt das marode Gemeindezentrum in einen gutgehenden irischen Club, zum Wohle der Gemeinde natürlich - bis, ja bis er Sarah begegnet...

Father Frank ist einem vielleicht gerade deshalb so sympathisch, da er kein Heiliger ist, sondern ein ganz normaler Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen. Er hat dieselben Zweifel, stellt sich dieselben Fragen und hat dabei auch keine besseren Antworten. Dies ist kein tief psychologisches Buch über die "großen Fragen der Menschheit", sondern eine witzige und leicht erzählte Lebensgeschichte.

"Francis only really believed in the things he had seen, which was why he no longer believed in monsters, ghosts or Father Christmas. There was, of course, one ghost in whom he was still supposed to believe: the Holy Ghost, recently rebranded as the Holy Spirit, as if making him sound less like a ghoul and more like a bottle of whiskey would give him more credibility."
(14.02.05)




Digital Fortress von Dan Brown

Dan Browns Erfolgsrezept:
1.) schnelle und atemlose Actionscenen
2.) ein unbeteiligter Uniprofessor, der sich plötzlich kopfüber inmitten eines tödlichen Rennes befindet: der 1. Preis: eine Art Schlüssel
3.) ein bischen Romanze, eine superkluge und bildhübsche Karrierefrau ist immer dabei
4.) eine kontroverse Frage: Richtig oder Falsch?
(hier: darf ein nationaler Sicherheitsdienst ohne jegliche Kontrolle weltweit die Kommunikation eines jeden abfangen und kontrollieren?)
5.) Und natürlich , damit es spannend bleibt:
Wer ist Freund, wer ist Feind?


Irgentwie hat mich die NSA an MIB erinnert, kaum einer weiß, daß es diesen Sicherheitsdienst gibt, er operiert ohne jegliche Kontrolle...

Quid custodiet ipsos custodes? Who will guard the guards? (Juvenal)
(12.02.05)




Jonathan Strange & Mr. Norrel von Susanna Clarke

Puh, also nach 160 Seiten habe ich die Lektüre dieses Werkes aufgegeben. Viel zu langweilig und langwierig.

Soweit ich gelesen habe, ging es um folgendes: Alle Welt glaubt, die Zauberei ist aus der Welt verschwunden, bis Mr. Norrel es als
seine Bürgerpflicht betrachtet, England im Krieg gegen Frankreich (so um 1807) zu unterstützen. ...
Bis zu J. Strange bin ich jedoch nie gekommen.

Es ist eher wie eine trockene Biografie erzählt, komplett mit Fußnoten und zumeist erfundenen Geschichtsverweisen, und nicht der Abenteuer- oder Fantasytoman, den ich mir vorgestellt habe, als das Buch als Harry Potter für Erwachsene bezeichnet wurde.

Einige Stellen waren jedoch nicht ohne Witz:
"In solchen Zeiten war es nicht einfach, Minister zu sein.
Der Krieg verlief schlecht und schlechter, und die Regierung wurde allseits gehasst. Kaum wurde eine neue Katastrophe öffentlich bekannt, war sich die Bevölkerung einig, dass die Minister schuld waren, und diese - arme Männer - konnten sich die Schuld nur gegenseitig zuschieben, was sie auch immer häufiger taten.
Die Minister ware keine Dummköpfe, im Gegenteil, es waren ein paar brilliante Männer darunter. Im Ganzen waren sie auch keine schlechten Menschen; mehrere von ihnen führten ein untadeliges häusliches Leben und fanden erstaunlichen Gefallen an Kinder, Musik, Hunden und Landschaftsmalerei. Doch die Regierung war so unbeliebt, das es nahezu unmöglich gewesen wäre, im Parlament Entscheidungen zu fällen, hätte nicht der Außenminister so wohl durchdachte Reden gehalten.
Der Außenminister war ein unvergleichlicher Redner. Gleichgültig wie gering die Regierung geschätzt wurde, wenn der Außenminister aufstand und sprach - wie anders dann doch alles schien. Wie rasch stellte sich heraus, dass alles Schlechte der vorhergehenden Regierung anzulasten war (eine Truppe boshafter Männer, die Dummheit mit bösen Absichten verbanden). Was das gegenwärtige Kabinett anbelangte, so war der Außenminister der Ansicht, dass die Welt seit den Tagen der Anike keine so tugendhaften, so missverstandenen und von ihren Feinden so schrecklich verleumdeten Männer gesehen hatte. Sie ware alle so weise wie Salomon, so edel wie Cäsar und so mutig wie Mark Anton; und kein Mann der Welt glich in puncto Ehrlichkeit Sokrates so sehr wie der Finanzminister."

(18.01.05)



Der Magier von W. Somerset Maugham

Ahh, entzückend! Man hat den Eindruck, eine alte Fotografie erwacht zum Leben. Eine wirklich fesselnde Sprache, zuerst mit recht poetischen Bildern, in denen die Liebe zwischen Arthur und Margaret geschildert wird. Dann aber tritt Oliver Haddo in das Leben der Liebenden und wirbelt alles durcheinander, und die Bilder werden immer gewaltiger und alptraumhafter.
Nach einem entsetzlichen Erlebnis fühlt sich Margaret zu Oliver magisch hingezogen, gleichzeitig aber immer noch und immer mehr abgestoßen und angeekelt. Die Situation spitzt sich zu......
Was ist Wirklichkeit, was Traum?

Oliver Haddo ist vieles, reich, fett, unangenehm und selbstbewußt. Seine ganzes Tun ist dem Okkulten, der Magie, vor allem der schwarzen Magie gewidmet, Er sehnt sich jedoch nicht Gold oder Leben, sondern nach purer Macht. Macht über andere, macht über das Leben.

"Der phantasielose Mann, der in Monte Carlo spielt, legt sein Geld auf die Farben, und im allgemeinen erscheint Schwarz und Rot; hin und wieder aber kommt die Null, und er verliert. Wir aber, die wir die ganze Zeit auf die Null gesetzt haben, gewinnen das Vielfache unserers Einsatzes. Dann und wann treffen Sie Menschen, die ihre Phantasie über das Einerlei der Sterblichen hinaushebt. Sie sind bereit, alles und jedes zu verlieren, wenn sie nur die Chance zu einem großen Gewinn haben." (S.52)

"Sein von Leidenschaft verzerrtes Gesicht war ein schauerlicher Anblick. Aus der gewaltigen Fleischmasse sprach eine schon unmenschliche Boshaftigkeit, und der satanische Haß, der sie greulich entstellte, war schrecklich anzusehen. Dann trat eine Veränderung ein. Die Röte wich einer gespenstischen Blässe. Der rachsüchtige, finstere Blick verschwand, und ein träges Lächeln legte sich über die Züge, ein Lächeln, das noch entsetzlicher war als die düstere Miene der Bosheit. Was hatte es zu bedeuten? (..)Das Lächeln verschwand, der Ausdruck wurde nun wieder teilnahmslos. Anscheinend spürten Margaret und Arthur endlich die Gewalt dieser unmenschlichen Augen; sie verstummten. (..) Die Stille war so tief, daß jeder den eigenen Herzschlag hörte. Sie war unerträglich." (S.108)


Komisch, von der Handlung her, hat mich das Buch eigentlich nicht so sehr gefesselt. Aber die Sprache! Davon schwärme ich immer noch!
(12.01.05)




The Da Vinci Code by Dan Brown

Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Buch:

"These books can't possibly compete with centuries of established history, especially when that history is endorsed by the ultimate bestseller of all time."
Faukman's eyes went wide. "Don't tell me Harry Potter is actually about the Hothe ly Grail."
"I was referring to Bible."

LOL

Dieses Buch hat mich begeistert, ein Thriller der Spitzenklasse, alle paar Seiten dreht sich das Handlungskarrussel und alles, was vorher war, wird über den Haufen geworfen. Brown schafft es, die Spannung bis zuletzt zu halten. Man muß förmlich den Atem anhalten, so sehr zittert man mit. Dies ist sicherlich eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Doch leider mußte ich es herunterstürzen, da ich es nur noch kurz behalten konnte (StB!) Ich habe es dann innerhalb von 3 Tagen gelesen. Um die Story zu lesen, reicht das natürlich, aber ich hätte gerne mehr dazu an Hintergrundwissen gelesen, z.B. eine gute Biografie von Leonardo da Vinci, plus ein Bildband mit seinen Werken. Es waren so viele Details, die ich gerne recherchiert hätte, aber die Zeit dazu nicht fand.

Mein 1. Vorsatz für nächstes Jahr: Sakrileg kaufen!
(20.12.04)




Kinky Friedman, Elvis, Jesus & Coca-Cola.
Ein ziemlich schräger Krimi aus der Manhattan-Scene.



Friedman schreibt, als ob seine Zigarre bestimmt nicht nur mit Tabak gedreht wurde und mit mindestens 2.5 Promille im Blut.
Der Clou an der ganzen Geschichte ist eigentlich, daß er sich selbst offen darstellt und garantiert die Hauptpersonen und Orte bis hin zur eigenen Adresse dem wahren Leben entsprungen sind und nicht erfunden wurden.

Die Handlung:
Die "Village Irregulars" eine Ansammlung von Amateurdedektiven under der Führung des Ich(Kinky) versucht Morde im Bekanntenkreis aufzuklären. Dabei verfolgen sie Spuren über rote Stiefel, einem Film über Elvis-Imitatoren bis hin zu Snuff-Filmemachern. Diese Handlung ist aber eigenltich nebensächlich, es ist eher eine Nabelschau skurriler Typen aus Manhattan.

Mein persönliches Fazit: Nicht ganz mein Fall, mit einem Drink in der Hand gut zu lesen, stellenweise auch ganz lustig aber auch krass. Eher was für Manhattan als für Krimifans.


P.S: Was ich auch nie wissen wollte: Snuff-Filme sind Filme, in denen jemand wirklich getötet wird.
(30.11.04)





Momentan könnte ich die gesamte Miles Vorkosigan Serie von Lois McMaster Bujold zum xten Male lesen. Ich liebe diese Bücher einfach! Ein fantastischer Mix aus Sience Fiction und Komödie. Miles ist mit allen seinen Schwächen einfach zum verlieben. Die Geschichten sind nicht nur spannend, sondern sprühen auch vor Witz. Einige Bücher sind - obwohl in der Zukunft angesiedelt, wohl nicht als typisches Raumabenteuer zu sehen, sondern könnten auch im 19ten Jahrundert spielen. Vielfalt ist gefragt!
(25.11.04)




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